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Neanderlandsteig 2020

2020 war alles anders. Im Februar sind wir noch sorglos in den Urlaub nach La Palma geflogen und haben dort 2 herrliche Wochen verbracht. Aber schon als wir dort waren, breitete sich ein Problem in Europa im wahrsten Sinne des Wortes “viral” aus, das uns das gesamte, restliche Jahr noch beschäftigen sollte und dafür sorgte, dass in diesem Jahr nichts so lief wie gewohnt, auch nicht, was den Urlaub anbelangt – Corona! Mitte März kam der Lockdown über uns mit allem, was dazu gehörte: Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen, Maskenpflicht usw. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa ging es uns natürlich noch gut, die Zahlen Erkrankter und Verstorbener waren nicht exorbitant hoch, die Versorgungslage abgesehen von Toilettenpapier war gesichert und vor allem: wir durften nach draußen und uns an der frischen Luft bewegen – was für ein Glück!

Übersicht Neanderlandsteig

Mein nächster, geplanter Urlaub war damals eigentlich für Mai 2020 vorgesehen, schon bald zeichnete sich jedoch ab, dass das nichts wird. Und da man auch in absehbarer Zeit dazu “verdonnert” war, in Deutschland zu bleiben, nahmen alternative Ideen Gestalt an: wenn es schon nicht mit dem nächsten, längeren Wanderurlaub klappen sollte, so wollte ich doch die nächsten Wochenenden für regelmäßige Wandertouren in meiner Nähe in NRW nutzen und dabei ein ganz bestimmtes, schon länger von mir ins Auge gefasstes Projekt angehen.

Seit einigen Jahren bin ich bei Tageswanderungen in der Gegend zwischen Essen und Wuppertal immer mal wieder auf Markierungen des Neanderlandsteigs gestoßen. Das hat mich neugierig gemacht und dazu verleitet, mir diesen Fernwanderweg mal näher anzuschauen.

Offiziell eröffnet wurde die mit einem weißen, stilisierten „N“ auf rotem Grund markierte Strecke sukzessive in den Jahren 2013 – 2014, die knapp 240 km verteilen sich auf insgesamt 17 Etappen von 7,4 – 18,8 km Länge. Ein Großteil des Wegs verläuft im Landkreis Mettmann, an vielen Stellen werden aber auch die größeren Städte der Region wie Wuppertal, Essen, Mülheim, Düsseldorf oder Solingen gestreift, was für ein bisschen Abwechslung sorgt.

Die Etappen wurden so angelegt, dass sie auch per ÖPNV zu erreichen sind, wenn auch manchmal etwas umständlich mit mehrmaligem Umsteigen, was dann gerade morgens am Wochenende nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist, da trotz der Nähe zum Ballungsraum Ruhrgebiet die Anschlüsse im ÖPNV im ländlichen Raum nicht immer optimal sind. Trotzdem hatte man aber so die Möglichkeit, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren, ohne auf ein 2. Auto angewiesen zu sein, was natürlich positiv ist. Oder man konnte sogar die komplette An- und Abreise emissionsarm per ÖPNV zu erledigen, was ich auch ein paar Mal gemacht habe.

So wurden die Wochenenden im Frühjahr und Sommer 2020 intensiv dazu genutzt, auf dem Neanderlandsteig die Region südlich des Ruhrgebiets mal noch besser als bisher kennenzulernen. Also Wanderschuhe angezogen und los!

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