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Pfalz 2021

Nachdem das Corona-Virus die Urlaubspl├Ąne im letzten Jahr ordentlich durcheinandergewirbelt hatte, verlief auch in 2021 noch nicht alles so wie geplant. Auf die erste Welle folgte erwartungsgem├Ą├č im Winter die zweite, ├╝berraschend dann aber im Fr├╝hjahr auch noch eine nicht unerhebliche dritte, die nur langsam abebbte. Den ersten, l├Ąngeren Urlaub hatte ich f├╝r den Juni geplant, einerseits, da das ein Monat ist, in dem ich ganz gerne Urlaub mache, andererseits aber auch, da ich dachte, dass die Corona-Fallzahlen dann hoffentlich schon deutlich r├╝ckl├Ąufig sein w├╝rde. Nun ja, ganz war dem leider noch nicht so, die Zahlen waren immer noch recht hoch, Einschr├Ąnkungen wurden aber langsam und peu ├á peu aufgehoben.

├ťbersichtskarte der Wanderungen in der Pfalz

Zum Gl├╝ck und in weiser Voraussicht hatten wir allerdings noch keinen Urlaub fest gebucht. Eigentlich hatte ich gehofft, diesmal den im letzten Herbst ausgefallenen Urlaub in der Auvergne nachzuholen (der ja auch damals schon nur ein Ersatz sein sollte), in Frankreich waren die Inzidenzzahlen aber noch deutlich h├Âher als in Deutschland, au├čerdem breitete sich gerade von Bordeaux aus eine neue Variante im Land aus, daher fiel das flach. Auch Italien zog ich in Erw├Ągung, allerdings h├Ątte man da in allen St├Ądten, auch im Au├čenbereich, ├╝berall eine Maske tragen m├╝ssen, was ich mir nicht so angenehm vorstellte bei den doch schon recht hohen Temperaturen im Juni, au├čerdem ist eine Stadtbesichtigung mit Maske nicht das, was ich mir unter einem entspannten Urlaub vorstellte. Und so entschieden wir uns Ende Mai letztlich daf├╝r, einfach in Deutschland zu bleiben. Das war mit dem wenigsten Aufwand verbunden, bei Problemen k├Ânnten wir jederzeit rasch wieder nach Hause zur├╝ckfahren und wenn man eine Ferienwohnung buchte, konnte man die Kontakte auch auf ein Minimum reduzieren.

Die Frage war nun nur: wohin? In den Alpen lag noch zuviel Schnee, an die Nordsee zog es mich diesmal nicht, Mecklenburg-Vorpommern, das mich gereizt h├Ątte, war mit seinen Corona-Restriktionen immer ziemlich streng und hat bei steigenden Zahlen im letzten Herbst auch schon mal Touristen “rausgeschmissen”, das Risiko wollte ich nicht eingehen. Eine Gegend aber, die ich bisher noch gar nicht kannte und die mich anhand von Fotos und Berichten in Zeitschriften schon seit l├Ąngerem lockte, war der Pf├Ąlzerwald. Bekannt als das gr├Â├čte, zusammenh├Ąngende Waldgebiet Deutschlands bot er reichlich Wanderm├Âglichkeiten, dazu zahlreiche Burgen und Felsformationen, das klang vielversprechend. Direkt angrenzend, zwischen Pf├Ąlzerwald und Rhein, lag dann ja auch noch die Weinstra├če, eines der gr├Â├čten Weinanbaugebiete Deutschlands mit sonnenverw├Âhntem Klima, was dar├╝ber hinaus auch noch kulinarische Gen├╝sse versprach.

Also wurde knapp 1 Woche vor Urlaubsbeginn mal im Internet nach freien Ferienwohnungen recherchiert und siehe da: die eine oder andere gab es noch. Unsere Wahl fiel schlie├člich auf eine Fewo des Weinguts Bender in Eschbach, die uns von den Fotos her ansprach und preislich in unserem Budget lag. Die Korrespondenz gestaltete sich angenehm, die Lage, direkt an der Grenze zwischen Weinbauregion und Pf├Ąlzerwald, schien eine gute Ausgangsbasis (s. Kreis auf der Karte) und die Tatsache, dass sich die Wohnung auf einem Weingut befand, lie├č die Hoffnung aufkeimen, dass wir dort vielleicht auch noch den einen oder anderen guten Tropfen genie├čen k├Ânnen. Also wurde die Buchung fest gemacht und f├╝r 14 Tage ging es in unser s├╝dlich benachbartes Bundesland, nach Rheinland-Pfalz. Die Entscheidung sollten wir nicht bereuen, und auch mit unserer gebuchten Fewo haben wir einen guten Griff getan. Naturgem├Ą├č wurde in diesem Urlaub sehr viel gewandert, die Gegend gab das einfach her, aber ein paar sch├Âne (Fachwerk-)├ľrtchen, gr├Â├čere St├Ądte (wie Speyer und Worms) und einige Burgen wurden auch noch besucht. Manchmal sind ja kurzfristige Entschl├╝sse die besten, so war auch dieser Urlaub in der Pfalz im R├╝ckblick wieder voll gelungen. In diesem Sinne: Wanderschuhe an und los!