Griechenland ist ja schon seit Jahren eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Angenehmes Klima, gutes Essen, freundliche Menschen, herrliche Badestrände und zahlreiche Zeugen einer kulturell hochstehenden Vergangenheit locken seit Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten Touristen hierher. Auch auf mich übten einige Ziele im Land von Zeus und Hera einen verlockenden Reiz aus: die Hauptstadt Athen, die Berge im Norden, Korfu, die Inseln in der Ägais und Kreta waren Orte, die ich schon seit langem gerne einmal sehen wollte – komisch, dass ich es bis jetzt noch nicht dorthin geschafft hatte!

Auf Kreta war es vor allem der dort verlaufende Abschnitt des europäischen Fernwanderwegs E4, über den ich schon so vieles gehört und im Fernsehen gesehen habe und von dem ich gerne einmal ein Stück erwandern wollte. Allerdings war ich mir immer ein wenig unsicher, ob ich das individuell oder im Rahmen einer geführten Reise tun sollte, denn nach dem, was ich wusste, soll der E4 teilweise durchaus anspruchsvoll zu gehen und vor allem auch nicht immer gut markiert sein.

Karte mit der Reiseroute vom Veranstalter Wikinger-Reisen

Wie so oft kommt hier nun der Zufall ins Spiel: um uns Anregungen für die im Frühjahr 2019 geplante Südafrika-Reise zu holen, besuchten wir (obwohl wir die Reise ja selbst organisiert hatten) Ende 2018 eine Info-Veranstaltung des Reiseanbieters Wikinger-Reisen, auf der ein Reiseleiter über seine Reisen in Südafrika berichten sollte. Bei Wikinger hatte ich ja auch schon einige Reisen zuvor gebucht, so erst zuletzt 2018 die Reise nach Jordanien.

Auf der Veranstaltung konnte man nebenbei aus verschiedenen Fotos an einer Posterwand eines auswählen, das einem besonders gut gefiel, Wikinger wollte dann später mit den beliebtesten Fotos einen Kalender erstellen. Die Bilder waren schön anzusehen, die Stimmkarten lagen direkt daneben, da war schnell ein Kreuz gemacht und die Karte eingeworfen, zumal das Ganze noch mit einem Gewinnspiel verbunden war, aber das war letztlich eher nebensächlich, denn i.A. ist es ja so, dass man insgeheim zwar hofft, etwas zu gewinnen, tatsächlich aber ist das quasi nie der Fall. Wir schauten uns an diesem Abend daher noch den Vortrag über Südafrika an und gingen anschließend nach Hause.

Ein paar Wochen später, ich habe schon gar nicht mehr an den Abend gedacht, flatterte mir Post von Wikinger ins Haus, die ich neugierig und verwundert öffnete. Und dann die Überraschung – ich hatte von allen Abstimmungen in Essen den Hauptgewinn (!) gezogen, einen Reisegutschein über 200 Euro – gerade ich, der ich sonst nie etwas gewinne bei solchen Wettbewerben! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!

Nun stellte sich aber die Frage, was ich denn mit dem Gutschein machen sollte. Der Haupturlaub 2019 war ja schon für Südafrika verplant, aber im Herbst hätte ich noch Zeit für eine weitere Reise, ein Ziel stand noch nicht fest. Und da fiel mir wieder Griechenland, speziell Kreta ein. Wikinger-Reisen bot nämlich eine 14tägige Reise mit dem Titel “Weiße Berge und wilde Küste” an, auf der man die schönsten Etappen des E4 im westlichen Kreta abläuft und die mir tatsächlich vor längerer Zeit schon mal ins Auge gesprungen war. Da sie immer noch im Programm war, schien mir das ein Zeichen zu sein, dass sie offensichtlich ganz gut sein muss. Schön am Routing fand ich auch, dass es kaum Transfers im Reiseverlauf gab, sondern dass die meisten Strecken zu Fuß zurückgelegt werden und man außerdem meist 2 oder 3 Nächte an einem Ort verblieb, also nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln muss. Es wurde also der Urlaubskalender am Arbeitsplatz mit den Reiseterminen abgeglichen, auf denen es noch freie Plätze gab, ein bisschen wurde noch hin und her überlegt und gezögert, ehe ich mich dann schließlich entschloss, die Reise zu einem Termin Ende September / Anfang Oktober 2019 zu buchen. Es sollte also nach Griechenland gehen!

Kurz vor Beginn der Reise musste ich noch mal ein bisschen zittern, als wenige Tage vor dem geplanten Abflug, der mit Condor erfolgen sollte, deren britische Muttergesellschaft Thomas Cook Konkurs anmeldete. Zum Glück gab es aber rasch vom Bund die Zusage zu Überbrückungskrediten für die eigentlich profitable Fluglinie Condor, ich konnte aufatmen und einem Flug gen Süden stand nun nichts mehr im Weg! Kalimera, Hellas!

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