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Australien 2009

Der “Rote Kontinent” stand lange Zeit nie wirklich oben auf der Wunschliste meiner Traumreiseziele, dort fanden sich eher die gem├Ą├čigteren bzw. gr├╝neren (Natur-)Landschaften. Einzig Tasmanien reizte mich schon seit geraumer Zeit, sp├Ątestens seit meinem Urlaub 2001 in Neuseeland, da ich dort ein ├Ąhnliches Klima und ├Ąhnliche Landschaften wie auf der neuseel├Ąndischen S├╝dinsel vermutete. Und auch von Kangaroo Island las ich viel Verlockendes, eine kleine, ├╝berschaubare Insel vor der K├╝ste S├╝daustraliens, etwas abgelegen, nur mit der F├Ąhre zu erreichen und mit vielf├Ąltiger und reichhaltiger Tierwelt.

Nun lebte seit geraumer Zeit schon ein Bekannter von mir in Sydney, den es durch das Studium nach Australien verschlagen hatte. Wie es so ist, wird da auch gerne mal die Aufforderung ausgesprochen, einen doch dort “down under” zu besuchen. Und als wir uns dann etwas intensiver unterhielten und er meine ├ťberlegung mitbekam, einmal Tasmanien zu erkunden, war Ingo gleich angetan und schlug vor, ein paar Tage zu zweit auf der Insel zu verbringen, da er dort auch noch nie war und ihn ein Besuch sehr reizen w├╝rde. Mit diesen Aussichten schaute ich dann ab und zu mal nach g├╝nstigen Fl├╝gen und entdeckte dabei doch auch tats├Ąchlich einen, der wie f├╝r mich gemacht schien: ein Gabelflug mit Qantas, hin nach Adelaide und zur├╝ck ab Sydney, zu vern├╝nftigen Zeiten, mit einem akzeptablen Preis und dann auch noch beim R├╝ckflug ├╝ber London im A380, mit dem ich seit seiner Inbetriebnahme gerne mal fliegen wollte – da konnte ich nicht mehr anders, schlug zu und buchte – das n├Ąchste Urlaubsziel war perfekt!

Auf Tasmanien hoffte ich insbesondere auf sch├Âne Wanderungen, denn die Insel ist auch f├╝r herrliche Touren in ungeb├Ąndigter, z.T. sogar abweisender oder widriger Natur ber├╝hmt. Einen ganz besonderen Ruf hat da der Overland-Track, ein 70 km langer, auf sechs Tage angesetzter Fernwanderweg im grandiosen Cradle Mountain Lake St. Clair Nationalpark im Inneren der Insel. Diesen wollte ich unbedingt erkunden, das Permit wurde also im Vorfeld besorgt, was zum Gl├╝ck gut geklappt hat. Fest gesetzt war auch noch die zweit├Ągige Runde auf der Freycinet Halbinsel, ansonsten war die Planung f├╝r Tasmanien eher lose. Dasselbe galt f├╝r die letzten Tage in und um Sydney, wo ich bei meinem Bekannten wohnen wollte. Blieb noch die erste Woche zu verplanen. Ein Mietwagen, und dann auch noch mit Einwegmiete Adelaide – Melbourne, war mir zu teuer, zumal noch die F├Ąhrkosten f├╝r Kangaroo Island hinzukamen. Beim Recherchieren im Internet entdeckte ich dann Groovy Grape, einen lokalen Reiseveranstalter, der kurze Trips in einer kleinen, internationalen Gruppe anbot. So gab es neben einer Tour f├╝r 3 Tage nach Kangaroo Island eine weitere 3-Tage-Tour von Adelaide bis Melbourne. Das war eigentlich ideal f├╝r mich, zumal ich eben noch genau 1 Woche zur freien Verf├╝gung hatte. Zwar liefen die Trips im Backpacker-Style ab, aber man ist ja gen├╝gsam, und der Preis war wirklich okay, zumal ein bisschen Gesellschaft manchmal auch nicht das Schlechteste ist. Also buchte ich noch von Deutschland aus auch diese beiden Touren, ebenso wie die Unterk├╝nfte in Adelaide und Melbourne.

Blieb abschlie├čend noch die Frage, wie ich von Australien nach Tasmanien und wieder zur├╝ck kommen sollte. Von Hobart nach Sydney kam eigentlich nur ein Flug in Frage, aber von Melbourne nach Tasmanien verkehrte auch eine F├Ąhre. Das fand ich ganz verlockend, zumal diese ├╝ber Nacht fuhr und somit auch recht zeitsparend war. Das reizte mich, so wurden also auch noch diese beiden Tickets gebucht, nachdem ich den Flug mit Ingo abgesprochen hatte, und dem Aufbruch auf den Roten Kontinent stand nichts mehr im Wege. Wobei – die Teile des Landes, die ich besuchen wollten, hatten mit einem “roten” Kontinent ja nur wenig zu tun, ich sollte das Land vielmehr als sehr gr├╝n erleben, auch ├╝berraschend regnerisch an manchen Tagen, wenn auch nicht immer da, wo ich es erwartet h├Ątte. Und mit Tierbegegnungen sollte es auch nicht geizen. Die Vorfreude war gro├č und sollte also auch nicht entt├Ąuscht werden!

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