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La Palma 2020

In diesem Jahre feierte mein Freund einen runden Geburtstag. Und da wir seinen letzten vor 10 Jahren auf Teneriffa verbracht hatten, war es eigentlich schon lange ausgemacht, dass wir 2020 wieder auf die Kanaren fliegen wollten anl├Ąsslich dieses Ereignisses. Als Ziel stand auch schon lange La Palma fest, denn diese Insel lockte uns von all den Kanarischen Inseln, die wir noch nicht kannten, am meisten. Vor allem die herrliche und abwechslungsreiche Natur hatte es uns angetan, nicht umsonst tr├Ągt die Insel auch Beinamen wie Isla Bonita oder Isla Verde, also die “sch├Âne” oder die “gr├╝ne Insel”.

Zwar gab es auch ein paar h├╝bsche St├Ądtchen mit typisch kanarischer Architektur, die Landschaft ist hier aber sicherlich am abwechslungsreichten und verlockt daher besonders, auf Wanderungen erkundet zu werden, zumal es aus genau diesem Grund auf der Insel viele, gute gepflegte und ebenso gut markierte Wanderwege gibt. Auf unseren Touren haben wir alle m├Âglichen Ecken der Insel erkundet, wie man auf der Karte erkennen kann: die Lorbeerw├Ąlder im Nordosten, die abgeschiedene Nordwestk├╝ste, die grandiose Caldera im Inselinneren und auch die jungen, vulkanischen Landschaften im S├╝den der Insel, wo der letzte Vulkanausbruch gerade einmal knapp 50 Jahre her ist.

Wie ├╝blich hatten wir Flug und Mietwagen selbst gebucht, was die Unterkunft anbelangt hatten wir uns ├╝berlegt, diese zu splitten, die ersten 9 N├Ąchte des Urlaubs verbrachten wir in einem Ferienhaus oberhalb von Los Llanos im Westteil der Insel, die letzten 5 in einem kleinen Stadthotel in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma. So konnten wir die Fahrstrecken ein wenig verk├╝rzen und brachten zus├Ątzlich noch etwas Abwechslung in den Urlaub. Letztlich muss man aber sagen, dass man jeden Punkt der Insel theoretisch grunds├Ątzlich auch in einem Tagesausflug erreichen k├Ânnte, lediglich zu den abgelegenen Orten der Nordk├╝ste w├Ąre das dann doch eine sehr lange Anfahrt. Die Westk├╝ste hat halt den Vorteil des etwas sonnigeren und trockenen Klimas, die Ostk├╝ste kriegt mehr Regen ab, ist dadurch etwas gr├╝ner.

Der Zeitpunkt unseres Besuches fiel auf das Ende eines sehr, sehr trockenen Winters, Regen wurde sehns├╝chtig von den Insulanern herbeigesehnt, daher war die Insel auch nicht so gr├╝n, wie es der oben schon zitierte Spitzname vermuten lie├č. V.a. die Laubb├Ąume und Str├Ąucher waren eher trocken, die Kanarischen Kiefern und die Lorbeerb├Ąume strahlten allerdings immer noch in ├╝ppigem Gr├╝n. Ein besonderes Klimaph├Ąnomen sollten wir w├Ąhrend unseres Urlaubs auch noch erleben, n├Ąmlich die Calima, einen warmen Wind, der von der Sahara auf die Kanaren bl├Ąst und daf├╝r sorgt, dass die Temperaturen zwar ansteigen, aber die Luft f├╝r die nachfolgenden Tage auch ordentlich diesig ist aufgrund des mitgef├╝hrten Saharasandes, was uns die Fernsicht z.T. etwas vernebelte.

Gegen Ende des Urlaubs machte sich leider das Coronavirus in der Welt immer breiter, erreichte sogar schon die Nachbarinsel Teneriffa, daher waren wir froh, dass wir den Urlaub bis zum Schluss wie geplant durchf├╝hren konnten und anschlie├čend zufrieden und gesund nach 14 Tagen wieder zuhause ankamen!

Eine Anmerkung noch zu den folgenden vier Seiten des Reiseberichts: wie schon beim Bericht ├╝ber das P├ęrigord habe ich auch hier die Tagebucheintr├Ąge ein wenig umgestellt und nach Regionen geordnet. Dadurch stimmt zwar die Chronologie nicht mehr so ganz, aber die Beschreibungen der einzelnen Wanderungen sind daf├╝r umso leichter aufzufinden, wenn man wei├č, ob die gesuchte Tour im Nordwesten, im Nordosten, im S├╝den oder im Zentrum an der Caldera verl├Ąuft. Die Karte links zeigt im ├ťbrigen eine ├ťbersicht aller von uns absolvierten Touren w├Ąhrend des zweiw├Âchigen Urlaubs anhand meiner Aufzeichnungsapp Locus Map Free.

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