Neben einigen anderen Dingen ist das Münsterland u.a. auch bekannt für seine schönen Radwege, die sog. “Pättkes”, und die zahlreichen Wasserschlösser, die in der parkähnlichen Landschaft zu finden sind. Findige Touristikexperten haben beides Ende der 80er Jahre zu einer Radtour verbunden, die in Folge dann noch ein paar Veränderungen durchmachte und mittlerweile mit über 1200 km weite Teile des Münsterlandes auf insgesamt vier Teilabschnitten, den sog. Kursen, erschließt. Nach den Himmelsrichtungen benannt gibt es je einen Ost-, Süd-, West- und Nordkurs. Aufgrund der Länge der Strecke schien es mir doch ein etwas zu großes Unterfangen, diese alle in einem Rutsch abzufahren, außerdem bot es sich förmlich an, die Strecke in Teilabschnitte zu zerlegen und sie so an längeren Wochenenden zu erkunden, da das Münsterland ja quasi bei mir vor der Haustür liegt und mit der Bahn problemlos in kurzer Zeit zu erreichen ist.

Gestartet haben wir das “Projekt” mit dem Südkurs 2016 (in der Karte rot markiert), es folgten der Ostkurs (gelb), der auf 2 lange Wochenenden unterteilte Westkurs (türkis und blau) und zum Abschluss 2019 der Nordkurs (braun). Auch wenn nicht immer strahlender Sonnenschein herrschte, so spielte das Wetter doch bei den meisten Touren mit.

Zu sehen gab es jede Menge, vor allem natürlich die zahlreichen Wasserschlösser, von denen einige sogar noch im Privatbesitz sind und bewohnt werden, deshalb teilweise nur von außen besichtigt werden können. Aber auch ansonsten bot die Strecke viel Interessantes, neben der schönen Landschaft, die dem großstädtischen Auge gut tat, kam man durch zahlreiche, z.T. lebhafte, z.T. aber auch verschlafen wirkende Orte, von denen viele einen eigenen, ländlichen oder auch kleinstädtischen Charme versprühten.

Ganz anders natürlich Münster, die Metropole der Gegend, die mittlerweile v.a. durch zahlreiche, hier gedrehte Krimiserien in ganz Deutschland Berühmtheit erlangt hat. Gleichzeitig ist Münster auch eine der Städte mit dem höchsten Anteil an Radfahrern am Straßenverkehr, wie auch die Landschaft allgemein perfekt für Radtouren geeignet ist: die Ausschilderung fast immer hervorragend, die Wege meist gut angelegt, verkehrsarm und das alles auch noch ohne größere Steigungen (mal abgesehen von den Passagen durch die Baumberge bei Coesfeld und den Teutoburger Wald im Norden).

 Ich kann also jedem nur empfehlen, in dieser Region mal ein paar entspannte Tage mit dem Rad zu verbringen, zumal es auch genug angenehme Unterkünfte gibt. Fotos zu den Touren gibt’s nun auf den folgenden Seiten! Viel Spaß!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.