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Lanzarote 2021

Als sich das Jahr 2021 langsam dem Ende zu neigte, stellte ich fest, dass ich noch ein paar Tage Urlaub übrig hatte, der am 31.12. verfallen würde. Das konnte ich natürlich nicht zulassen! Außerdem hatte ich noch den Gutschein für einen Flug, den ich im Jahr 2020 wegen Corona habe stornieren müssen. Also musste kurzfristig noch eine Reise geplant werden. Aber wohin nur im November / Dezember? Eine Fernreise fiel flach, denn für 1 Woche verträgt sich das nicht mit meinem grünen Gewissen, und auch wegen der anhaltenden Pandemie schien mir das aus verschiedenen Gründen nicht wirklich angezeigt.

Als am besten “geeignetes” Ziel kamen mir stattdessen die Kanaren in den Sinn: problemlos zu bereisen, günstig, kein allzu langer Flug, recht gutes Wetter im Winter und, was eben auch nicht zu verachten war, zum Zeitpunkt meiner Urlaubsplanung niedrige Corona-Inzidenzen, die nahe an den deutschen lagen, immerhin war die Impfquote der Bevölkerung in Spanien auch erfreulich hoch. Das klang alles sehr gut!

Übersichtskarte von Lanzarote

Nachdem ich nun schon auf Teneriffa, La Gomera und im Vorjahr auch auf La Palma war, hatte ich mir überlegt, dass ich mir doch vielleicht auch mal Lanzarote anschauen könnte, auch wenn ich davon ausging, dass die Insel voraussichtlich nicht mein absolutes Highlight werden dürfte. Sie ist aber nicht allzu groß und schien mir daher für eine gute Woche geeignet, zumal sich auch die Anzahl der Sehenswürdigkeiten in Grenzen hielt. Ich überlegte zunächst, eine organisierte Wanderreise zu buchen, für die einzige, die ich fand und die für mich in Frage kam, gab es aber Anfang Oktober noch nicht einmal eine Buchung, da war mir die Durchführung zu unsicher.

Also plante ich alles wieder selbst, buchte mir zunächst einen Flug mit Eurowings, bei dem ich meinen vorhandenen Fluggutschein einlösen konnte. Anschließend reservierte ich mir ein Zimmer in der Finca Rural de la Florida, einem kleinen Landhotel mitten im Inselinneren, von dem aus ich alle Ziele gut erreichen konnte. Der letzte Punkt war dann noch die Buchung eines Mietwagens. Hier hatte ich im Vorfeld gelesen, dass das in Corona-Zeiten ausgesprochen schwierig sein sollte auf den Kanaren, da viele Verleiher ihren Mietwagenpark deutlich verkleinert hätten und daher auch die Preise stark angezogen seien. Ich hatte aber keine Probleme und konnte mir für meinen Reisezeitraum einen Kleinwagen für 21 Euro pro Tag reservieren, da gab es nichts zu meckern. Alle Buchungen tätigte ich so, dass ich ggf. noch kurzfristig, 1-3 Tage vor Abreise, hätte stornieren können, falls es die Situation erforderte, dadurch war ich recht entspannt.

Leider war es aber nun im November 2021 so, dass die Corona-Fallzahlen wieder deutlich anstiegen und außerdem die hochansteckende Omikron-Variante weltweit auf dem Vormarsch war, je näher meine Abreise rückte. Zum Glück war es aber so, dass sich auf Lanzarote an den Corona-Fallzahlen kaum etwas änderte, während es hier in Deutschland immer mehr wurden. Einreisebeschränkungen für Deutsche in Spanien gab es aber nicht. Trotzdem wurde ich langsam unruhiger und fragte mich von Tag zu Tag mehr, ob ich die Reise wirklich antreten oder alles kurzfristig doch wieder stornieren sollte. Andererseits hatte ich mich schon sehr darauf gefreut, und Urlaub hatte ich ja auch zu nehmen, also entschied ich, es darauf ankommen zu lassen. 1 Woche vor meiner Abreise hatte ich noch das Glück, meine eigene Booster-Impfung zu bekommen, was mir auch selbst ein sichereres Gefühl gab, und am 02.12.2021 ging es endlich los.

Wie auch schon im Reisebericht über La Palma halte ich mich auf den nun folgenden Seiten nicht streng an den chronologischen Urlaubsablauf, sondern habe die einzelnen Tage der Übersichtlichkeit halber ein wenig nach Regionen umgestellt. Davon gibt es grob gesehen 4 auf der Insel: im Süden findet man mit den Ajaches-Bergen den geologisch ältesten Teil von Lanzarote. Im Norden liegt der erdgeschichtlich etwas jüngere Gebirgszug Risco de Famara mit dem höchsten Berg der Insel, dem 673 Meter hohen Peñas del Chache. Der Westen ist geprägt durch die jüngsten, vulkanischen Aktivitäten Lanzarotes, bei der vor allem in den Jahren 1730 – 1736 nahezu ein Viertel der Insel mit frischer Lava bedeckt wurde und zahlreiche neue Vulkankrater entstanden. Ein Großteil dieser Fläche bildet heute den Timanfaya-Nationalpark, der streng geschützt ist und nur sehr eingeschränkt betreten werden kann, um hier die Entstehung neuen Lebens nach einem Vulkanausbruch zu erforschen. Verbleibt schließlich noch die Inselmitte. Hier ist die zwischen den Gebirgen liegende Landschaft eher flach, weniger spektakulär, das Gebiet verlockt daher nicht so sehr zum Wandern, aber auch hier gibt es ein paar kulturelle Errungenschaften zu bestaunen und mit Teguise den angeblich schönsten Ort der Insel. Insgesamt verbrachte ich 9 abwechslungsreiche Tage dort, die mal wieder viel zu schnell vergingen.

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