Trekking im Karibikparadies

Kuba boomt! Jahrelang war die größte Insel der Karibik aufgrund des von den USA eingeleiteten Handelsembargos quasi abgeschottet vom Rest der westlichen Welt, unterstützt nur durch den sog. “Ostblock”. Nach dem Niedergang der Sowjetunion verschlechterte sich die Situation Kubas immer weiter, da wurde es dort mit Erleichterung und großer Freude aufgenommen, als US-Präsident Barack Obama sich dem Land wieder annäherte und z.B. die Reisemöglichkeiten für US-Bürger nach Kuba erleichterte. Der zu erwartende Ansturm von US-Amerikanern weckte nun die Befürchtungen, dass das Land seinen ursprünglichen Charakter verlieren könnte und zunehmend “amerikanisiert” würde – Zeit also, das Land zu besuchen, ehe es ein anderes ist.

Das dachten sich nun aber offensichtlich auch viele andere Touristen, was dann zum oben schon erwähnten Boom führte. Und auch ich wollte das Land gerne sehen! Im Gegensatz zu US-Bürgern war es Europäern und Kanadiern schon länger möglich, nach Kuba zu reisen, von mehreren Bekannten, die das Land besucht hatten, hatte ich schon viel Positives gehört. Kuba zählte deshalb, auch wenn es eigentlich nie ganz oben auf meiner Wunschliste stand, so doch zu den Ländern, die mich interessierten, gerade auch wegen der interessanten, politischen Konstellation, ich war sehr neugierig, wie wohl Sozialismus und karibisches Lebensgefühl miteinander harmonieren würden.

Ende 2016 machte mein Bruder während seines Urlaubs in Miami von dort aus mit einem der ersten Direktflüge aus den USA eine Stippvisite in Kuba und kam ebenfalls angetan vom Land zurück, das war dann irgendwie für mich der ausschlaggebende Grund, mich vor dem erwarteten Wandel nun doch für eine Reise nach Kuba zu entscheiden, auch, wenn mittlerweile Obama von Donald Trump abgelöst wurde und alles danach aussah, dass es mit der Öffnung der USA nach Kuba wohl doch nicht so laufen würde wie noch unter Obama erwartet.

Auf der Suche nach einem Reiseveranstalter bin ich letztlich bei World Insight hängengeblieben, mit denen ich schon in Indien war und eigentlich ganz zufrieden. Der Grund dafür war, das World Insight eine Reise mit dem Titel “Trekkingtouren im Karibikparadies” anbot, während der man nicht nur Land, Leute und Kultur kennen lernen sollte, sondern auch noch einige Wanderungen auf dem Programm standen, was mich natürlich reizte, und das alles dazu noch für einem im Vergleich zu Konkurrenzangeboten vernünftigen Preis. (Denn im Zuge des Kuba-Booms sind die Preise dort in der letzten Zeit ganz schön gestiegen!) Das Einzige, was mir an der Reise von World Insight nicht gefiel, war die Tatsache, dass auf der Tour ein Besuch im Tal von Viñales nicht vorgesehen war, einer Ecke Kubas, die angeblich zu den schönsten Orten der Welt (!) gehört, in der man gut wandern können soll und die auch mein Bruder im Rahmen seines Kurztripps besucht hat und von der er begeistert war. Ein paar Mails mit World Insight und eine Anfrage bei Condor führten letztlich dazu, dass mein Rückflug gegenüber dem Ende der Gruppenreise gegen einen akzeptablen Aufpreis um 5 Tage nach hinten verschoben werden konnte, so dass ich den Besuch im Tal von Viñales noch auf eigene Faust an den Gruppenurlaub dranhängen konnte. Inzwischen hat den Fehler beim Routing wohl auch World Insight selbst eingesehen und den Reiseverlauf geändert, mittlerweile ist das Tal von Viñales in der Tour enthalten! Je näher der Reisebeginn schließlich rückte, desto mehr hielt der Winter zuhause Einzug mit seinem bei uns typischen Schmuddelwetter, Zeit also, sich in die Karibik aufzumachen, um dem zu entfliehen!

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