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Havanna 1

Mi., 13.12.2017 – Havanna (Ankunft)

Zur├╝ck zur Gruppenreise! Von meinem Zimmer im 7. Stock des Hotels Deauville, das wir hier bezogen, hatte ich eine tolle Aussicht auf die Uferpromenade Malec├│n, das Zimmer selbst war aber schon recht abgewohnt und nur leidlich sauber. Zu Fu├č ging ich mit Laura, Beat und Steffen in die Altstadt, um im Restaurant Canchullero zu Abend zu essen ÔÇô vor 3 Jahren, als unsere beiden Schweizer das erste Mal hier waren, war das wohl noch ein gem├╝tlicher, kleiner Geheimtipp, mittlerweile ein stylisches In-Lokal, die Qualit├Ąt des Essens ging immerhin noch und die Preise waren auch o.k. Danach bummelten wir ein bisschen durch die Altstadt, saugten erste Eindr├╝cke auf und waren schlie├člich gegen 22 Uhr zur├╝ck im Hotel.

Do., 14.12.2017 – Havanna (Stadtrundfahrt)

Ich hatte eine ruhige Nacht und habe gut geschlafen, die Zimmer von einigen Mitreisenden waren aber wohl teilweise ziemlich katastrophal, laut, dreckig usw. ÔÇô insgesamt mit Abstand das schlechteste Hotel der Reise, aber mit einem f├╝r die Lage wenigstens akzeptablen Preis, deshalb wird es wohl auch von World Insight trotzdem noch gebucht. Das Fr├╝hst├╝ck ging so, war aber total unorganisiert, zeitweilig gab es kein Geschirr, richtig sauber war das auch nicht, aber daf├╝r jede Menge Angestellte, die teils hektisch herumwieselten, teils unt├Ątig in der Gegend herum standen. Alles in allem ist das Hotel also, abgesehen von der Aussicht aus den oberen Stockwerken, nicht wirklich empfehlenswert, da sollte ich es sp├Ąter in meiner Casa Particular deutlich besser treffen. Von 9:00 bis ca. 15:30 Uhr stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Es ging erst durch den Stadtteil Miramar, in dem viele Villen standen, oft noch von den Amerikanern vor Jahrzehnten erbaut, dann weiter zum Friedhof Cristobal Colon (den sollte ich mir f├╝r meine R├╝ckkehr nach Havanna in einigen Tagen aufsparen, heute bestaunten wir ihn nur von au├čen), zum Revolutionsplatz (typisch sozialistisch halt) und schlie├člich in die Altstadt. Vor allem hier gab es extrem krasse Gegens├Ątze zwischen erhalten und abbruchreif bzw. reich und arm, das alles auf engstem Raum, etwas, das in meiner Vorstellung eigentlich untypisch f├╝r sozialistische Gesellschaften sein sollte. Im ÔÇ×Ambos MundosÔÇť-Hotel, in dem einst Hemingway logierte, tranken wir auf der Dachterrasse mit sch├Ânem Ausblick einen (m├Ą├čigen) Cocktail, sp├Ąter am Tag noch einen Kaffee mit Kuchen im Caf├ę Suizo, das war aber nicht wirklich empfehlenswert. Auf dem R├╝ckweg zum Hotel lief ich kurz bei der Casa Particular vorbei, in der ich f├╝r die letzten 2 N├Ąchte vor meinem R├╝ckflug nach Deutschland die ├ťbernachtung gebucht hatte, um diese dort pers├Ânlich r├╝ckzubest├Ątigen, was dann auch gut klappte und mich beruhigte, offensichtlich soll es doch ├Âfters vorkommen, dass Reservierungen in Casas Particulares doppelt vergeben werden und man dann in einer anderen Unterkunft unterkommen muss. Um 18:30 Uhr fuhren wir durch den Tunnel auf die andere Hafenseite von Havanna und a├čen zu Abend im Gartenlokal von Do├▒a Carmen, nicht ganz preiswert, aber geschmacklich ganz o.k, insgesamt zahlte ich knapp 20 CUC f├╝rs Essen inkl. Trinkgeld f├╝r die Musik. ├ťberhaupt fiel einem hier in Kuba auf, dass man sich quasi gen├Âtigt sah, Trinkgeld f├╝r fast alles zu geben: f├╝r Musikbands in Restaurants (egal, ob man sie zu sich bestellt hat oder nicht), f├╝r Toiletten (auch wenn diese komplett verdreckt waren und kein Toilettenpapier vorhanden) ÔÇô jeder will halt irgendwie am Tourismus verdienen. Die Masche bei der Gep├Ąckverladung im Bus in Vi├▒ales hatte ich ja zuvor schon geschildert. Trinkgeld an sich finde ich ja grunds├Ątzlich in Ordnung, es sollte dann aber auch die Leistung stimmen. Dass das hier etwas anders gesehen wird, ist nat├╝rlich verst├Ąndlich. Um 21:30 Uhr waren wir schlie├člich zur├╝ck im Hotel, nachdem wir auf der Festung noch den allabendlichen gro├čen Kanonenschuss geh├Ârt haben, wie im ├╝brigen auch schon am Vorabend in der Altstadt, dort fast noch lauter als auf dieser Hafenseite. Der Blick aus dem Fenster auf den n├Ąchtlichen Malec├│n konnte noch ein letztes Mal genossen werden, ehe es wieder zu Bett ging.

Fr., 15.12.2017 – Havanna (Capitolio, Barrio Chino)

An diesem Tag hie├č es Abschiednehmen von meinen (sehr angenehmen!) Reisegenossen. Nach einem gem├╝tlichen Fr├╝hst├╝ck verstauten wir um 9:30 Uhr die Koffer im Bus, mit den beiden Schweizern spazierte ich dann zum Capitolio, wo wir im Untergeschoss das Grabmal des unbekannten Soldaten besuchten, der Rest des Kapitols war leider wegen Renovierung nicht zug├Ąnglich, sollte erst Anfang 2018 wieder ge├Âffnet werden. Von einer Kubanerin, die extrem gutes Englisch sprach (ohne jemals im Ausland gewesen zu sein) erhielten wir interessante Informationen zu dem, was es zu sehen gab: eine ewige Flamme, das kubanische Wappen, eine kleine Kopie der riesigen Statue, die oben im Capitolio steht, zu den zahlreichen Flaggen aller amerikanischen Staaten u.v.m. Danach schlenderten wir noch einmal durch das Barrio Chino, das chinesische Viertel, der Spaziergang war allerdings etwas entt├Ąuschend insofern, als dass, wie schon im Reisef├╝hrer angek├╝ndigt, hier kaum noch Relikte der Zeit vorhanden sind, als hier hunderte Chinesen lebten, ehe es schlie├člich wieder zum Hotel Deauville ging und von dort per Bus nach Vi├▒ales. Von unserem Busfahrer Raul lie├č ich mich gegen Mittag, begleitet auch Oscar, dem Reiseleiter, im Tourbus zum Busbahnhof kutschieren, wo ich dann von den beiden Abschied nahm, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben und daf├╝r auch noch ihr Trinkgeld zugesteckt bekamen.

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