Von der Halde Hoheward zum Schloss Herten

Von der Halde Hoheward zum Schloss Herten

Vor vielen Jahren bin ich auf einer Radtour mal am Schloss Herten vorbeigekommen und war über seine Schönheit und die seiner idyllischen Anlage ganz überrascht. Dieser Tage nun bin ich an anderer Stelle zufällig wieder auf ein Foto des Schlosses gestoßen. Da ich am Wochenende anfänglich noch nicht recht wusste, was zu unternehmen, kam mir daraufhin der Gedanke, dass ein erneuter Besuch in Herten vielleicht doch gar nicht das Schlechteste wäre.

Bloß: ein Spaziergang durch einen Schlosspark ist ja meist kein wirklich großes Unternehmen, sondern eher etwas für einen Sonntagnachmittag nach Kaffee und Kuchen… Da ich aber in Anbetracht des angesagt mal wieder schönen und sonnigen Wetters eine längere Wanderung unternehmen wollte, musste ein Blick auf die Karte helfen. Dabei entdeckte ich, dass die Halde Hoheward ganz in der Nähe liegt. Auch dort war ich schon einmal, schon beim ersten Besuch hat mich diese Bergbau-Abraumhalde, eine der höchsten des Ruhrgebiets, so fasziniert, dass ich mir nun eine Wandertour zusammenbastelte, die die beiden Ziele miteinander verband, also die Halde Hoheward und das Schloss Herten. Geparkt wurde in der Nähe des Besucherzentrums an der ehemaligen Zeche Ewald, von dort aus wurde zuerst die Halde auf direktem Weg erstiegen, anschließend dann zurück entlang des Balkon-Panoramawegs auf halber Höhe umrundet. Wieder am Parkplatz angekommen ging es weiter in Richtung des Schlosses Herten. Einziger Nachteil dieses 2. Teils der Wanderung war, dass zwischen der Halde und dem Schloss die Autobahn A2 lag, um diese zu unterqueren, musste man auch 2 x kurz entlang viel befahrener Straßen gehen, was nicht so schön war. Ansonsten verlief der Weg aber idylllisch durch den Hertener Schlosspark mit viel Baumbestand, angenehmen Spazierwegen und ab und an auch ein paar Seen oder Teichen. Am Ende des Tages standen überraschende 17, 6 km auf dem “Tacho”, da konnte man zufrieden sein zum Abschluss einer Tour, die mal wieder ganz verschiedene Gesichter des Ruhrgebiets zeigte: wähnte man sich im morgendlichen Nebel auf der Halde fast noch ein wenig wie auf einer Alm in den Alpen, so ließen die Ruinen des stillgelegten Zeche Ewald Erinnerungen an die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets aufkommen. Am Ewaldsee herrschte Naturidylle pur, und der Anblick des Wasserschlosses Herten katapultierte einen zurück ins 17. Jahrhundert – was für ein abwechslungsreicher Tag!

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