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Serengeti Nord

1. Pirschfahrt in der Lobo Area (Serengeti NP)

Nach der wie ĂŒblich sehr aufwĂ€ndigen Registrierung unserer Gruppe mit AusfĂŒllen zahlreicher Zettel passierten wir das Gate und machten, mit wieder aufgeklappten DĂ€chern, unsere erste Pirschfahrt in der Serengeti. Die Landschaft hier war so, wie man sie sich vorstellte: endlose, leicht hĂŒgelige Weiten mit schĂŒtterem Baumwuchs, aufgrund des Regens der letzten Tage war alles aber deutlich grĂŒner, als ich das erwartet hatte. Wie es uns schon vorhergesagt wurde, war die Tierwelt hier nicht so reichhaltig, dennoch gab es einiges Neues zu sehen, z.B. Topi, Hartebeest, Thomson’s Gazellen, Hammerköpfe oder Hornbills. Außerdem trafen wir auch hier wieder auf „alte Bekannte“, wie z.B. Giraffen, SekretĂ€re oder Strauße. Außerdem sahen wir sehr viele BĂŒffel, die man heute deutlich besser beobachten konnte als am Vortag im Tarangire NP. Mittlerweile wurde es immer dunkler, das gab tolle Lichtstimmungen, und gegen 18:30 Uhr erreichten wir den Zeltplatz in der Lobo Area, schön auf einem HĂŒgel mit den hier typischen Felsblöcken gelegen, den sogenannten „Kopjes“. Direkt hinter den Zelten kletterten Klippspringer darauf herum, der Blick reichte in die Ferne ĂŒber GrasflĂ€chen mit weidenden BĂŒffeln – traumhaft schön! Das Essen nahmen wir in 2 vergitterten HĂ€uschen zu uns, damit man vor Löwenangriffen oder – noch wahrscheinlicher – vor Pavianattacken geschĂŒtzt war. WĂ€hrend eine Regenfront nahte, aßen wir Gurkensuppe und Spaghetti Bolognese, der Regen setzte dabei langsam ein. Mt leicht mulmigem GefĂŒhl bzgl. etwaiger Wildtiere ging ich anschließend im Dunkeln im Schein meiner Taschenlampe dann noch ein letztes Mal zum ToilettenhĂ€uschen, ehe ich mich schnell in mein Zelt verkroch, Tagebuch schrieb und um 21:30 Uhr das Licht löschte, um beim Geprassel des Regens einzuschlafen.

Samstag, 16.02.2008: 2. Pirschfahrt in der Lobo Area (Serengeti NP)

Es regnete tatsĂ€chlich die ganze Nacht durch, erst in den frĂŒhen Morgenstunden, als ich gegen 6:25 Uhr aufstand, hatte es aufgehört. DafĂŒr grasten 2 BĂŒffel auf der Wiese direkt vor dem Camp und es gab einen fantastischen Sonnenaufgang. Wir frĂŒhstĂŒckten gemĂŒtlich und machten dann bis ca. 12:30 Uhr eine Pirschfahrt in der Umgebung, der Lobo Area. Allerdings bewahrheitete sich wieder die Ansage vom Vortag, dass es zu dieser Jahreszeit hier nicht allzu viel zu sehen gibt. Abgesehen von einigen Hartebeests sahen wir aber immerhin noch eine schöne Elefantenherde, 1 Buschschliefer, 1 Wiedehopf, 1 Adler und 1 SekretĂ€r recht nah.

Lobo Area – Retima Hippo Pool (Serengeti NP)

Nach dem Mittagessen (HĂŒhnchen mit Soße, Maisbrei, SĂŒĂŸkartoffeln, Krautsalat und Ananas) hatten wir noch 1 Stunde Zeit, um uns auszuruhen, bis wir um 14 Uhr losfuhren zum nĂ€chsten Camp Richtung Seronera Area. Und irgendwann wurden auf dieser Fahrt die Tiere dann tatsĂ€chlich deutlich mehr, es gab endlich große Herden von Zebras, zum ersten Mal hier innerhalb eines Nationalparks, außerdem viele Topis und Impalas. Ein tolles Erlebnis war es, als plötzlich 3 junge Geparden ĂŒber die Straße sprangen, die zwar im hohen Gras anschließend nicht einfach zu entdecken waren, die wir aber trotzdem noch eine ganze Zeit verfolgen konnten. Und etwas spĂ€ter kreuzte sogar noch ein Leopard unseren Weg, diesen konnten wir allerdings nicht weiter beobachten, auch fĂŒr ein Foto ging das viel zu schnell. Stattdessen gab es noch ein paar Giraffen zu sehen, die z.T. ganz nah am Weg standen.

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